Berliner Senat fördert Kirchenveranstaltung, die „Weihnachten dekolonisieren“ will

vor 8 Monaten

Berliner Senat fördert Kirchenveranstaltung, die „Weihnachten dekolonisieren“ will
Bildquelle: Apollo News

Am Montagabend fand die erste von zwei Führungen unter dem Titel „Decolonize Christmas“ – Weihnachten dekolonisieren – in der Friedenskirche Charlottenburg statt. Die Veranstaltung will laut Ankündigung Weihnachten zwischen Tradition und Rassismus „neu denken“. So heißt es auf der Webseite der Kirche: „Weihnachten – ein Fest der Liebe. Aber was, wenn die Geschichte, die wir jedes Jahr feiern, auch Geschichten von Macht, Kolonialismus und Diskriminierung erzählt?“

Laut Welt ist der Veranstalter der Verein „Freunde und Freundinnen des Berliner Forums der Religionen e.V.“, der von der Berliner Senatsverwaltung dieses Jahr mit insgesamt 80.000 Euro gefördert wurde, wovon 65.000 Euro für Personalkosten verwendet wurden. Die Führung wurde aus „sehr schmalen Restmitteln“ aus diesem Budget gefördert, wie die Senatsverwaltung gegenüber der Zeitung mitteilte. Als Referenten traten ein 27-jähriger evangelischer Theologiestudent auf, der auch Küster in der Gemeinde ist, und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Institut für Islamische Theologie der Humboldt-Universität.

Der Theologiestudent unterstellt dem Evangelisten Matthäus, seine Grundhaltung sei von „rassistischer Xenophobie“ geprägt, weil er die Weisen aus dem Morgenland, die Fremden, mit Argwohn und Faszination beschreibe. „Er musste sich dieses unheimliche Wissen der Drei irgendwie erklären.“ Er verweist laut Welt darauf, dass im griechischen Urtext von magoi die Rede ist, was man auch mit „Betrüger“ übersetzen könne. Das scheint jedoch falsch zu sein. Denn das Wort magoi bedeutet so viel wie Sterndeuter oder Zauberer und bezeichnet eine medo-persische Priesterkaste. Allerdings gibt es im Neuen Testament – allerdings nicht im Matthäus-Evangelium – auch den altgriechischen Begriff „goēs“, der mit Zauberer oder Scharlatan übersetzt werden kann.

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