Selenskyj droht Orbán mit Militär

vor 5 Monaten

Selenskyj droht Orbán mit Militär
Bildquelle: Tichys Einblick

Das sind die Fakten: Gestern berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Interfax: „Die Ukraine hofft, dass „eine Person“ in der Europäischen Union die Auszahlung von 90 Milliarden Euro an EU-Reparationskrediten nicht blockiert, andernfalls werde die Nummer dieser Person den ukrainischen Streitkräften mitgeteilt, „sollen sie ihn anrufen und in ihrer eigenen Sprache kommunizieren“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Wir hoffen, dass niemand in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro blockiert, oder zumindest nicht die erste Tranche, damit die ukrainischen Soldaten bewaffnet werden können. Andernfalls geben wir die Adresse dieser Person an unsere Streitkräfte weiter – an unsere Leute, damit sie ihn anrufen und in ihrer Muttersprache mit ihm kommunizieren können“, sagte Selenskyj am Donnerstag in einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen. Der Präsident merkte außerdem an, dass die Ukraine etwa 1,5 Monate benötige, um technisch in der Lage zu sein, mit den Reparaturen an der Druschba-Ölpipeline zu beginnen, aber er sei sich nicht sicher, ob „dies für diese Person ausreiche“.

Der ukrainische Präsident droht dem EU-Mitglied Ungarn nicht nur mit militärischer Gewalt, sondern mischt sich massiv in den Wahlkampf des EU-Mitgliedes Ungarn ein, denn die Zeit, die Selenskyj angeblich benötigt, um mit Reparatur der Drushba zu beginnen, entspricht exakt der Zeitspanne bis zu den ungarischen Wahlen. Nur ein Zufall? Dagegen spricht, dass Selenskyj den Zugang von Inspektoren zur Stelle, an dem die Pipeline nach Selenskyj Angaben zerstört worden sei, bisher verweigert.

Die Meldung von Interfax wurde von der Evropeiska und der Ukrainska Prawda verbreitet und auch von deutschen Medien übernommen. Das sind die Fakten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel