Schmutziges tun und nicht darüber reden: Politische Gewalt und die laue Antwort darauf

vor 8 Monaten

Schmutziges tun und nicht darüber reden: Politische Gewalt und die laue Antwort darauf
Bildquelle: Tichys Einblick

Linke, besonders Linksextreme, sehen Gewalt zunehmend als normales Mittel der politischen Auseinandersetzung. Diese Botschaft hatte der Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler in einem Interview für den Sender Welt. Und das ist zufällig auch das gültige Fazit nach diesem Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation. Nicht nur wurde ein Bundestagsabgeordneter von einer feigen Horde teils vermummter Gestalten angegriffen und verletzt. Auch das TE-Kamerateam wurde in blanker Missachtung des Pressestatus von einer Gruppe von DGB-Anhängern angegriffen und vom Berichten abgehalten. Der Mangel an Vermummung bei einzelnen Angreifern zeigt den Mangel an Scham. Neben die Faust tritt das Gesicht, es bleiben keine Fragen.

Die Vertreibung eines Kamerateams ist dann aber doch auch noch in anderer Weise symptomatisch, weil die DGB-Versammlung eigentlich unbeobachtet, im Dunkeln bleiben wollte. Also doch kein Gesicht zeigen gegen was auch immer? Die Teilnehmer wussten im Grunde, dass sie insgesamt nicht satisfaktionsfähig sind – politisch nicht und auch philosophisch nicht, wenn man so hoch greifen will. Es funktioniert eben nicht, sich in den antitotalitären Grundkonsens der Republik stellen zu wollen und gleichzeitig in Art der Antifa selbst in den totalitären Baukasten der Politikverhinderung durch Gewalt zu greifen. Dafür schämten sich die Angreifer kollektiv – aber nicht individuell –, und deshalb wollten sie nicht abgebildet werden, was eigentlich die einzige wirkliche Pflicht des Journalismus ist. Und die wurde an dieser Stelle von Maximilian Tichy und seinem Team wahrgenommen.

Interessant sind nun die Reaktionen der Politik, vor allem aus dem, was einmal das rechte Lager in Deutschland war. CSU-Innenminister Dobrindt stellte klar: „Demonstrieren ist ein Grundrecht, deswegen muss man das ermöglichen. Sich versammeln ist auch ein Grundrecht, das muss man auch ermöglichen.“ Also auch für die AfD? Wohl ja.

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