Die Briefwahl steht wegen ihrer Anfälligkeit für Manipulationen seit langem in der Kritik. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fielen die krassen Unterschiede zwischen den Ergebnissen an der Wahlurne und jenen bei der Briefwahl besonders auf – und zwar zulasten der AfD.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hat die AfD bei der Stimmabgabe an der Wahlurne mit 51,2 Prozent landesweit eine absolute Mehrheit erreicht. Unter den Briefwählern, immerhin jeder Fünfte, stimmte jedoch weniger als jeder Vierte, nämlich 24,3 Prozent, für die Partei von Ulrich Siegmund. Alle anderen Parteien holten hingegen unter Briefwählern einen deutlich größeren Stimmenanteil als an den Wahlurnen.
Die CDU kam beispielsweise in den Wahllokalen nur auf 14,5 Prozent, bei der Briefwahl dagegen auf 24,3; bei der SPD waren es 7,7 Prozent an der Urne aber 13,5 Prozent bei der Briefwahl; bei den „Grünen“ betrug das Verhältnis 7,4 zu 12,2 Prozent und bei der Linken 7,6 zu elf Prozent.
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