Ryanair hat keine Chance im Rechtsstreit gegen die Trans-Community

vor etwa 1 Jahr

Ryanair hat keine Chance im Rechtsstreit gegen die Trans-Community
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Wer demnächst mit Ryanair fliegen möchte, kann sich bei der Buchung über eine weitere Wahlmöglichkeit freuen: Niemand braucht sich bei dieser Fluggesellschaft nun mehr entscheiden, ob sein Geschlecht männlich oder weiblich ist. Das wäre ja auch eine unzumutbare Entscheidung. Neben den Anredeoptionen „Mann“, „Frau“ und „Fräulein“ führt Ryanair nun „Mx (Mixter)“ ein. Diese neutrale Anrede wird teilweise im englischen Sprachraum für nicht-binäre Personen als Anrede verwendet. Und nun halt auch im Regenbogen-Deutschland.

Damit gibt Ryanair außergerichtlich einer Klage nach. Der Kläger war „René_ Rain Hornstein“, eine trans-Person, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren will. Das berichtet die „TIN-Rechtshilfe“, die „Mixter“ Hornstein gemeinsam mit dem Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. (BUG) bei der Klage Rechtsbeistand geleistet hat. Im Herbst 2021 wollte diese Person ein Flugticket von der Regenbogenhauptstadt Berlin zu den Kanarischen Inseln buchen. Aber um den Kauf abzuschließen, hätte sie sich entscheiden müssen, ob „männlich“ oder „weiblich“. Daraufhin forderte „Mixter Hornstein“, dass Ryanair eine „diskriminierungsfreie Ansprache“ einführt. Darauf ging die irische Fluggesellschaft zunächst nicht ein. Also eröffnete der Mixter eine Klage im Rahmen des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“.

Am 19. März dieses Jahres haben die beiden Parteien dann mündlich verhandelt. Im April ist Ryanair dann außergerichtlich auf die Klägerseite zugegangen und am 2. Mai hat man sich geeinigt. Ryanair erklärte sich bereit, die Buchungsmaske anzupassen. Am vergangenen Montag hat die Fluggesellschaft dann „Mx (Mixter)“ als Anrede eingeführt. Für die begleitende Anwältin Friederike Boll ist das ein Sieg: „Nicht-binäre Menschen müssen sich nun bei Ryanair nicht mehr durch fehlende Auswahloptionen beim Ticket-Kauf zur Lüge und Verleugnung über ihr Geschlecht zwingen lassen.“

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