Rotorblätter von Windrädern werden zum Problemfall

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Rotorblätter von Windrädern werden zum Problemfall
Bildquelle: Tichys Einblick

Im Juni 2022 präsentierte Michael Roth, Chef der jungen Oberpfälzer Recyclingfirma Roth International, einer Abordnung der Bildungseinrichtung „Akademie Ostbayern-Böhmen“ seine Produktionsstätte. Das Unternehmen wollte sich als Spezialist für die Entsorgung von Problemabfällen moderner Werkstoffe wie Glas- und Carbonfasern, aber auch von Lithiumbatterien profilieren, wie sie in großen Mengen in der Auto-, Flugzeug- und Windkraftindustrie anfallen. Und zwar „unter dem besonderen Aspekt der Nachhaltigkeit“, wie damals die Mittelbayerische Zeitung schrieb.

Roth führte seine Besucher auch in eine neue Halle, wo eine Recyclinganlage für Batterien von E-Autos im Wert von 15 Millionen Euro untergebracht war. Für das Batterierecycling gab es 2023 einen Zuschuss von 2,1 Millionen Euro aus Mitteln der bayerischen Regionalförderung. Gefördert wurde als Investitionsbeihilfe die „Neuerrichtung einer Betriebsstätte zur Verwertung von Batterien“ mit einer geplanten Jahresleistung von 9000 Tonnen im Vollbetrieb.

Ende vergangenen Jahres wurde aus der Oberpfalz stammender Problemmüll, eine wilde, möglicherweise toxische Mischung aus Glas- und Carbonfaserteilen, Gummi, Metallen und Batterieresten, auf illegalen Müllhalden im Osten der Tschechischen Republik entdeckt. Nach bisherigen Ermittlungen waren die Fuhren – falsch deklariert – von einem tschechischen Logistiker dorthin verfrachtet worden. Damit kam ein ausgewachsener Müllskandal ans Licht, der längst auch die höheren Ebenen der Politik beschäftigt.

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