Zahlreiche Unternehmen sehen den Vorschlag der Regierung, ihren Mitarbeitern 1.000 Euro Krisenbonus zu zahlen, skeptisch. Auf eine Anfrage der dpa antworteten zahlreiche Unternehmen wie Bosch, Siemens oder Eon, erst die genaue gesetzliche Regelung abwarten zu wollen, bevor man sich entscheide.
Der Tui-Chef fand hingegen deutliche Worte. Das Unternehmen verwies gegenüber der dpa auf einen LinkedIn-Beitrag Sebastian Ebels: „Jede Woche eine zusätzliche bürokratische Hürde. Und dazu eine potenzielle 1000 Euro steuerfreie Zahlung je Mitarbeiter seitens der Bundesregierung zu Lasten der deutschen Unternehmen, die eh kaum noch Luft zum Atmen haben. Bekommt keiner der Verantwortlichen mehr mit, wie die Situation in Deutschland ist?“
Der Vorschlag der Regierung sieht vor, dass Arbeitgeber 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei noch in diesem Jahr an ihre Angestellten zahlen können. So soll den hohen Preisen entgegengewirkt werden. Die Regierung hat noch kein Datum genannt, ab dem die Auszahlung möglich wäre. Auch die Bundesländer selbst reagieren zurückhaltend. Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg lehnen die Auszahlung der Prämie ab, wie Öffentlicher Dienst News berichtet. Hamburgs Finanzsenator, der auch Vorsitzender der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ist, macht deutlich, dass die Bundesländer nur gemeinsam eine Entscheidung treffen können.
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