Hochrangige Geistliche haben mit den Revolutionsgarden (IRGC) gebrochen, sagt der Iran-Analytiker Dror Balazada. Die Verfassung der Islamischen Republik des Gründers Ayatollah Ruhollah Khomeini sei, von den Revolutionsgarden an den Rand gedrängt, zusammengebrochen.
Die Revolutionsgarden übten nun die totale Kontrolle über die Machtzentren, die Wirtschaft des Landes und zu Mudschtaba Khamenei aus, von dem hochrangige Geistliche mittlerweile zweifeln, ob er noch lebt oder in welchem Zustand er sich befindet. Die Schlussfolgerung aus Teheran ist eindeutig: Dies ist keine Islamische Republik mehr – es ist nun eine „Republik der Revolutionsgarden“.
Khomeini schuf einst einen dezentralen politischen und militärischen Machtapparat neben und hinter dem offiziellen Staatsapparat. Der Machtapparat sollte auch dann funktionieren und weiterwirken, wenn Khomeini selbst nicht mehr wäre. Nun haben die IRGC als militärischer Arm des Obersten (geistlichen) Führers, von ihm bewusst neben dem Militär, das damals noch Schah-treu war, geschaffen, in einem lautlosen Putsch die Macht ergriffen. Die IRGC hatten auch Mudschtaba Khamenei, von dem unsicher ist, wo er ist und wie es ihm geht, als neuen Obersten Führer gegen den Islamischen Wächterrat durchgedrückt.
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