Als am Aschermittwoch zum Beginn der Fastenzeit die Gottesdienste in Frankreich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geradezu überrannt wurden, berichteten nur wenige christliche Medien darüber, und das nicht ohne Verwunderung: Ob Provinz oder Großstadt, vielerorts waren die Kirchen überfüllt, Priester gaben zu Protokoll, derartiges noch nie erlebt zu haben. Die Frage, die sich damals stellte: Handelt es sich um einen kurzlebigen Hype, oder zeichnet sich eine nachhaltige Entwicklung ab?
Die Zahlen, die die französische Kirche nun zu Ostern vorlegt, deuten auf letzteres hin: Über 18.000 Menschen werden am diesjährigen Osterfest in die katholische Kirche aufgenommen. Eine Steigerung um 30% zum Vorjahr. Darunter fallen 10,384 Erwachsenentaufen, hinzu kommen über 7,400 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren, die sich ebenfalls taufen lassen.
Aus Sicht der großen christlichen Konfessionen in Deutschland sind das beeindruckende Zahlen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 traten in Deutschland lediglich 1.839 Menschen in die katholische Kirche ein, immerhin 4.743 machten ihren Austritt rückgängig.
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