Eine Regierungsbeteiligung der AfD wäre kein historischer Dammbruch

vor 12 Monaten

Eine Regierungsbeteiligung der AfD wäre kein historischer Dammbruch
Bildquelle: NiUS

Zwei lachende Frauen im Gespräch, ein Bild, große Aufregung. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig war am Freitag Teilnehmerin bei einer politischen Veranstaltung des Mathias Corvinus Collegiums, einem dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán nahestehendem Institut. Es ging unter anderem um Kritik an der deutschen Brandmauer. Ebenfalls anwesend war Alice Weidel, die sich mit Saskia Ludwig fröhlich unterhielt. Das Bild dieser Unterhaltung geht seit Samstag auf der Plattform X viral.

Der grüne Politiker Daniel Eliasson reagierte empört: „Wenn die CDU sowas in der Fraktion toleriert, ist sie mit demokratischen Fraktionen nicht koalitionsfähig.“ Eine Reaktion, stellvertretend für viele weitere Reaktionen.

Am 30. Juli äußerte sich Konstantin von Notz, Vize-Chef der grünen Bundestagsfraktion, auf X noch besorgter um den Zustand der Christdemokraten: „Dass manche Mitglieder der CDU offenbar glauben, man könne mit der AfD in irgendeiner Form kooperieren ohne gleichzeitig seine eigene bundesrepublikanische Identität und Geschichte inkl. Westbindung final zu Grabe zu tragen, ist so naiv oder dumm oder beides, dass es weh tut.“

Konstantin von Notz warnt die Mitglieder der CDU eindringlich vor einer Kooperation mit der AfD.

Es soll heute um diese Erzählung gehen. Die Wichtigkeit der Brandmauer zur AfD wird erstaunlich selten oder erst im Nachgang inhaltlich begründet. Primär ist ihr Fundament seit jeher die Behauptung der Singularität des Phänomens der AfD in der Geschichte der Bundesrepublik.

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