Regierung gegen die schlechte Laune: Wie die Koalition den Wirtschaftsruin ignoriert und Tatendrang simuliert

vor 10 Monaten

Regierung gegen die schlechte Laune: Wie die Koalition den Wirtschaftsruin ignoriert und Tatendrang simuliert
Bildquelle: NiUS

Die Bundesregierung hat eine präzise Vorstellung davon, was das größte Problem in Deutschland ist: die schlechte Stimmung in der Bevölkerung. Es ist nicht die geschwundene Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die daraus resultierende Deindustrialisierung unseres Landes. Auch nicht die katastrophale Lage der sozialen Sicherungssysteme und auch nicht die völlige Überforderung der Kommunen, die die sozialen und finanziellen Folgen einer viel zu oft scheiternden Integration vieler Zuwanderer in den Arbeitsmarkt stemmen müssen. Nein: Die Leute sind schlecht gelaunt, und das ist das Problem, das die Bundesregierung nun angehen will.

Das Mittel zur Stimmungsverbesserung soll Tatendrang sein. Also werden Gipfel veranstaltet (Auto und Stahl), Kommissionen sollen eingesetzt werden (Rente und Sozialstaat), und Klausurtagungen durchgeführt (Bundesregierung, Partei). Botschaft von all diesen Aktivitäten: Die Koalition packt die Dinge nun mal endlich an. Auf dass die Laune eine bessere werde.

Merz auf dem Weg nach Kopenhagen: Der Kanzler ist auch ein Meister des Gipfels.

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