Prozess in Hannover: Hat ein Staatsanwalt der Drogenmafia zugearbeitet?

vor mehr als 1 Jahr

Prozess in Hannover: Hat ein Staatsanwalt der Drogenmafia zugearbeitet?
Bildquelle: Tichys Einblick

In Frankreich werden nach Anti-Drogen-Razzien die Gefängnisse gestürmt. In Deutschland besitzen die Drogendealer einen Vertreter in einer Staatsanwaltschaft. Das könnte bis vor kurzem in Hannover der Fall gewesen sein. Dort soll der Staatsanwalt Yashar G. einer Kokainbande Informationen aus laufenden Ermittlungsverfahren verraten haben und ist nun in 14 Fällen wegen Bestechlichkeit, Verletzung von Dienstgeheimnissen und Strafvereitelung im Amt angeklagt.

Es geht dabei um einen sagenhaften Schmuggelcoup: 16 Tonnen Kokain wollte die Bande aus Südamerika nach Deutschland bringen. wohl auch mithilfe der Mafia der Marokkaner aus den Niederlanden (Mocro-Mafia). Die Schmuggler gingen hochprofessionell vor, kundschafteten zunächst den Hamburger Hafen aus und gründeten eine Scheinfirma. Ihre inzwischen entschlüsselten Chats führten sie mittels einer Kryptosoftware. In einem der Chats warnte ein Dealer den anderen: „Deine Akte soll auf weg sein (…) Eine staatsanwalt den die kenne hat gesagt (…) Mein Freund. Und kann Info kriegen. Er ist korrupt.“

Auch für Staatsanwälte und Polizisten oder etwa Journalisten – man muss es noch einmal hervorheben! Sie alle sollen in zwei Sicherheitsschleusen inklusive Metalldetektor überprüft werden, werden abgetastet, werden dabei Pullover, Gürtel und Schuhe ausziehen müssen. Es geht offenbar um etwa mitgeführte Waffen. Jacken, Taschen, Handys, Smartwatches müssen abgegeben werden. Stifte zum Mitschreiben werden vom Gericht ausgegeben.

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