„Provokationsfigur“ gegen kulturelle Aneignung: So soll das sein

vor mehr als 1 Jahr

„Provokationsfigur“ gegen kulturelle Aneignung: So soll das sein
Bildquelle: Tichys Einblick

Endlich! Ich habe lange darauf gewartet, dass ein menschliches Wesen von unserem freiheitlichen „Selbstbestimmungsgesetz“ Gebrauch macht, ganz ohne vorherige Verrenkungen wie Ganzkörperrasur, Schädeltätowierung, Echthaarperücke oder Verkleidung mit Kostümchen und Stöckelschuhen. Ein Wesen, das auch auf die blutige Entsorgung des primären Geschlechtsorgans verzichtet, was im übrigen gar nicht nötig ist, wissen wir doch dank Person Ganserer, dass ein Penis „nicht per se ein männliches Sexualorgan“ ist.

Also! Endlich hat sich ein stark Bebärteter bzw. deutlich Unrasierter offen zu seinem Frausein bekannt und ließ beim zuständigen Standesamt im sächsischen Schkeuditz Ende vergangenen Jahres Personenstand und Vornamen ändern. Nun heißt Liebich Marla-Svenja. Was für eine mutige Entscheidung! Da steht wer zu seiner Schizophrenie!

Doch warum regen sich die üblichen Verdächtigen darüber so auf? Da macht einer, was ihm nun offiziell erlaubt ist: „Trans-, intergeschlechtliche und nichtbinäre Personen, die ihren Geschlechtseintrag und ihren Vornamen zum 1. November 2024 ändern wollen, können dies ab sofort beim Standesamt anmelden“, ganz ohne die bisher notwendigen Gutachten, ärztlichen Bescheinigungen oder richterlichen Beschlüsse. Es reicht eine Erklärung gegenüber dem Standesamt, das kostet in Sachsen-Anhalt schlappe 40 Euro. Und jetzt schimpfen sie alle, die das vorher doch so wunderbar fanden.

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