Preiserhöhungen als letzter Ausweg: Die Regierung vertreibt den nächsten Industriezweig, die Chemie

vor etwa 2 Monaten

Preiserhöhungen als letzter Ausweg: Die Regierung vertreibt den nächsten Industriezweig, die Chemie
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Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemieindustrie schwindet, die Profitabilität bricht ein – und vielen Unternehmen bleibt mittlerweile kaum eine andere Möglichkeit, als ihre Preise anzuheben, um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können. Wie aus einer aktuellen Umfrage des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) hervorgeht, planen derzeit rund 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen Preiserhöhungen. Auf diese Weise wollen die Unternehmen die gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Materialien und Transporte auffangen.

Brisant ist die Entwicklung vor allem deshalb, weil die Chemieindustrie am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten steht. Höhere Preise in diesem Sektor wirken sich daher schnell auf nachgelagerte Industriezweige aus und landen letztlich auch bei den Verbrauchern.

Dass es sich bei den Preiserhöhungen längst nicht nur um vage Planungen handelt, zeigt das Beispiel Wacker Chemie. Der Münchner Spezialchemiekonzern hat angekündigt, die Preise für Harze, Dispersionen und Dispersionspulver zum 1. Juni um bis zu 15 Prozent anzuheben. Betroffen sind Produkte aus Europa und den USA. Bereits zum 1. April hatte Wacker die Preise für Silikonprodukte erhöht. Als Begründung verweist das Unternehmen auf die erheblichen Verwerfungen an den Rohstoffmärkten, die durch den Nahostkonflikt zusätzlich verschärft worden seien.

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