Koalition der Katerstimmung: Die Union fällt – die AfD wächst

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Koalition der Katerstimmung: Die Union fällt – die AfD wächst
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Koalition aus CDU/CSU und SPD steht, die Parteivorstände jubeln, der Koalitionsvertrag ist geschrieben – aber der Bürger seufzt. Laut ZDF-Politbarometer glauben 64 Prozent der Deutschen nicht, dass Merz in dieser Konstellation den versprochenen Politikwechsel liefert. Selbst unter CDU-Wählern herrscht Skepsis: Nur ein Drittel traut dem Kanzler in spe zu, das umzusetzen, wofür er einmal angetreten war. Das ist kein Start in eine neue Zeit – das ist ein Offenbarungseid mit Ankündigung.

Währenddessen klettert die AfD auf ein Rekordhoch von 24 Prozent. Die Union dümpelt bei 26 Prozent herum – ein historischer Tiefstand, über den man in der Parteizentrale offenkundig nur noch hinwegsieht. Der Bürger dagegen sieht klar: 85 Prozent machen die Unzufriedenheit mit den anderen Parteien für den Aufstieg der AfD verantwortlich – nicht deren Parteiprogramm. Eine Oppositionspartei, die stärker ist als die Regierungspartei – das wäre ein Alarmsignal; nimmt man Grüne und Linke dazu, dann hätte Schwarz-Rot in den Umfragen bald die Regierungsmehrheit verloren, noch ehe der Kanzler gewählt wurde.

Die Mehrheit glaubt ohnehin nicht, dass diese schwarz-rote Resteverwertung etwas bewegen wird: 51 Prozent der Bürger erwarten keine Problemlösung, sondern mehr vom selben. In der Wirtschaftspolitik glauben nur 35 Prozent an Verbesserungen, beim Thema Migration sieht es noch düsterer aus: Zwar befürworten 70 Prozent härtere Regeln – aber nur 30 Prozent glauben, dass CDU und SPD sie auch einführen. Man könnte es Realismus nennen – oder schlicht: politische Sensibilität.

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