Griechischer Migrationsminister: EU wird Abschreckung an den Außengrenzen brauchen

vor 4 Monaten

Griechischer Migrationsminister: EU wird Abschreckung an den Außengrenzen brauchen
Bildquelle: Tichys Einblick

Am Freitag wurden erneut 600 illegale Migranten vor der griechischen Insel Gavdos, südlich von Kreta, von verschiedenen Akteuren aufgelesen, darunter die griechische Küstenwache und Frontex, aber auch Handelsschiffe. Allein am Freitagmorgen musste die Küstenwache achtmal ausrücken, teils noch vor Sonnenaufgang. Am Donnerstag waren es mehr als 600 Migranten gewesen. Die illegale Einwanderung über Ostlibyen und Kreta tritt so wieder ins Rampenlicht. 99 Prozent der Migranten sind männlich.

Der zuständige Minister Thanos (eigentlich Athanasios) Plevris warnte daraufhin vor drei Millionen Sudanesen, die sich mittlerweile auf der Flucht befänden – davon 1,5 Millionen in Ägypten, eine Million im Tschad und 500.000 in Libyen. Problematisch sind diese Zahlen, weil Plevris bei den Sudanesen einen halbwegs legitimen Fluchtgrund erkennt, den er anderen Migranten, etwa Ägyptern, eindeutig nicht zubilligt. Die erhöhten Zuströme über drei Tage seien aber erklärlich, so Plevris, weil die Wetterbedingungen zuvor Überfahrten verhindert hatte.

Die Ereignisse stehen am Ende einer Woche, in der auch Plevris nach Brüssel gereist war, um weitere Details zur Umsetzung des gemeinsamen EU-Asylsystems (GEAS) zu verhandeln. Inmitten dieser Verhandlungen wies der Minister auf das Selbstverständliche hin: „Die Lösung für die Migrationsfrage ist der Schutz der Grenzen. Seien wir ehrlich: Irgendwann müssen wir offen über Grenzschutz durch Abschreckung und nicht nur mit Such- und Rettungsmaßnahmen sprechen.“

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