In diesem Jahr dürfte die Erinnerung an die Neujahrsansprachen besonders schnell verblichen sein, zu heftig und zu schnell hat die Realität wieder die Tagesordnung übernommen und lässt einige freundliche Appelle zum Jahreswechsel sehr blass aussehen.
Die Festnahme des venezolanischen Diktators Maduro durch amerikanische Soldaten und seine Verbringung in die USA hat natürlich alle auf den Plan gerufen, denen in den letzten Jahren zur Fälschung von Wahlen, zur Entführung und Ermordung zahlloser Gegner und zur Vertreibung von geschätzt 8 Millionen Menschen aus Venezuela nicht ein Wort eingefallen ist. Nun demonstrieren sie und fordern die Freilassung des Diktators. Die Bundesregierung windet sich, weil sie ahnt, dass eine Verurteilung der USA – zu der die SPD neigt – in Anbetracht der Ukraine-Verhandlungen ein Problem werden könnte. Denn auch fast 4 Jahre nach der Zeitenwende-Rede des damaligen Bundeskanzlers Scholz haben sich die Zeiten eben noch längst nicht gewendet und sind die Europäer unverändert alleine nicht in der Lage, der Ukraine entscheidend zu helfen.
Kaum etwas veranschaulicht die Schwäche der Bundesrepublik so deutlich, wie der mutmaßlich linksterroristische Anschlag auf die Stromversorgung in der Bundeshauptstadt. Man schreibt der Gruppe Anschläge seit etwa 15 Jahren zu, etwa auf die Stromversorgung von Unternehmen in Berlin oder vor 5 Monaten auf die Netze im Berliner Südosten, ohne dass es jemals auch nur zu einer einzigen Festnahme oder Verurteilung gekommen wäre. Die Fahndungsbehörden sind auch nach 15 Jahren völlig blank – könnte es ein wenig auch daran liegen, dass Anschläge von links, zumal wenn die Täter etwas von Klima murmeln, in Berlin allemal auf klammheimliches Verständnis rechnen können?
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










