Seit vielen Wochen treibt die Weimer-Affäre den Kulturstaatsminister in die Enge. Abgesehen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der wie gewohnt die Regierung vor Kritik schützt, haben Medien aus dem gesamten politischen Spektrum erdrückende Fakten recherchiert – und sie in teils bemerkenswert scharfer Sprache dokumentiert. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag wischte die CDU das alles beiseite – die Vorwürfe seien „konstruiert“, eine „Verschwörung“ der AfD.
Eine der gründlichsten Recherchen kommt von t-online, einem dezidiert nicht rechten Medium. Journalist Lars Wienand hat in beeindruckender Dichte herausgearbeitet, was The European über Jahre betrieben hat – eine Praxis, die nach allem klingt, nur nicht nach einem „entkräfteten“ Vorgang. Wienand schreibt, das Portal stehe in der Kritik, „weil es zum großen Teil aus zusammenkopierten Inhalten besteht“ und „weil die Urheber der Texte nichts ahnend dort zu ‚Autoren‘ wurden“.
Die Kategorien, die Wienand – nachdem er sich ersichtlich tagelang mit dem Internetarchiv Wayback Machine beschäftigt hat – herausgearbeitet hat: kopierte Reden – gekaperte Videos – kopierte Newsletter – kopierte Social-Media-Beiträge – ausgeschlachtete Briefe – eigene Interviews – kopierte Partei-Interviews – Material anderer Medien – Übernahmen von Vereinen und Organisationen – Pressemitteilungen – genehmigte Buchauszüge – eigene Beiträge. Wienands Fazit ist entsprechend hart: Weimer habe den US-Techkonzernen „geistigen Vampirismus“ vorgeworfen – nun stehe er selbst „als eine Art Blutsauger“ in der Kritik.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










