Online-Abstimmung läuft: Steinhöfel könnte linkslastigen Buchpreis gewinnen

vor mehr als 1 Jahr

Online-Abstimmung läuft: Steinhöfel könnte linkslastigen Buchpreis gewinnen
Bildquelle: Apollo News

„LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist – die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte.“ In der größten Buchcommunity Deutschlands LovelyBooks (zu deutsch: liebliche Bücher) ist die Welt noch in Ordnung. Man teilt sich dort aus, empfiehlt sich Bücher, regelmäßig gibt es Gewinnaktionen. Aktuell ist etwa die Teilnahme am „Fragefreitag“ mit der Autorin des Buches „Die Spur der Sehnsucht“ zu gewinnen. Jährlich lässt LovelyBooks über einen eigenen Buchpreis, den „LovelyBooks Community Award“ abstimmen. In unterschiedlichen Kategorien von Romantik bis Bilderbuch stehen Lieblinge der Community zur Auswahl.

Unter der Kategorie „Sachbücher und Ratgeber“ kann man da etwa das Buch „Lieben und lieben lassen“ zum Gewinner des Jahres machen, ein Buch von der/die/das Autor Saskia Michalski, they sich mit dem Pronomen „they“ bezeichnen lässt und über theyne (?) polyamörse Beziehung schreibt. Oder „Trusting Yourself – Steh zu dir und für dich ein“, ein Selbsthilfebuch für Menschen die ihre Bedürfnisse zu oft zurückstellen, angesichts der Schreibschrift und den Blümchen auf dem Cover, wohl vor allem an Frauen gerichtet, von einem Mitglied der Buchcommunity als „Bereicherung fürs Mindest“ bewertet.

Das Gedichtbuch „Ein wenig mehr Wir“ setzt sich ambitioniert mit den großen Themen, wie etwa der sozialen Ungerechtigkeit oder unfairen Handel auseinander. Zeilen wie: „Ja, es wäre schön. Ein Ort mit ein wenig mehr Wir. Doch wenn wir uns so danach sehnen, warum ist der Ort nicht schon hier?“, reichen heute offenbar schon aus, um eine „gefeierte Poetry-Slammerin“ zu werden und eine „außergewöhnliche Wortgewandtheit“ zugeschrieben zu bekommen. Doch was ist das? Direkt neben „Mami goes Millionär“ ist da ein Buch aufgelistet, das so gar nicht in die fröhlich gegenderte Idylle der lovely Buchcommunity passt. Es ist nicht rosa, auch nicht mit Blümchen verziert und die Sätze darin reimen sich auch nicht. Es ist „Die Digitale Bevormundung“ von Joachim Steinhöfel.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel