Fall „Waltraud“: “Dann läuft in diesem System etwas gewaltig schief”

vor 10 Monaten

Fall „Waltraud“: “Dann läuft in diesem System etwas gewaltig schief”
Bildquelle: Tichys Einblick

„Waltraud“ Piranty aus Wien freut sich schon auf das gemeinsame Duschen im Frauengefängnis. Das sagte als Walter Piranty geborene und als „Waltraud“ Transfirmierende grinsend im Interview mit dem österreichischen Sender „krone.tv“.

Kurz vor der Haftstrafe hat Piranty sich zu „Waltraud“ umbenannt und bei den Behörden offiziell als Frau gemeldet. Als ehemaliger Bordellbesitzer wurde Piranty wegen mehrerer Delikte zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Das sei „ungerechtfertigt“ gewesen. Aus Protest habe Piranty dann den Geschlechtseintrag ändern lassen.

In Österreich gibt es kein „Selbstbestimmungsgesetz“ wie in Deutschland. Die Ampel hat mit dem „Selbstbestimmungsgesetz“ ermöglicht, dass deutsche Bürger einmal pro Jahr ihren Geschlechtseintrag ändern können. In Österreich geht das nicht. Eigentlich. Stattdessen entscheiden die Behörden eines jeden Bundeslands selbst, nach welchen Kriterien sie eine Personenstandänderung akzeptieren.

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