Hauptursächlich für die weitere negative Entwicklung ist die noch immer blockierte, strategisch entscheidende Meerenge von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird.
Aktuell zeichnet sich eine gefährliche Dynamik ab, berichtet die Financial Times aktuell unter dem Titel „The oil price crunch is looming“ (Ein Öl-Preisschock zeichnet sich ab): Auf der einen Seite versuchen die Vereinigte Staaten, die Einnahmen des Iran aus dem Ölgeschäft zu begrenzen. Auf der anderen Seite reagiert Teheran mit Maßnahmen, die den internationalen Schiffsverkehr durch die Meerenge noch immer massiv einschränken. Diese doppelte Blockadesituation wirkt sich zunehmend auf die globalen Energieflüsse aus – mit potenziell dramatischen Konsequenzen.
Normalerweise werden 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls über die Straße von Hormus transportiert. Eine länger anhaltende Störung dieser Route stellt damit eine der größten Bedrohungen für die Energiesicherheit seit Jahrzehnten dar. Dennoch reagieren die Märkte bislang überraschend gelassen: Zwar sind die Ölpreise gestiegen, doch ein panikartiger Preissprung wie nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs blieb aus.
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