Nigerianisches Netzwerk „Black Axe“: Menschenhandel und Love Scams in Europa

vor 8 Monaten

Nigerianisches Netzwerk „Black Axe“: Menschenhandel und Love Scams in Europa
Bildquelle: Tichys Einblick

Das kriminelle nigerianische Netzwerk Black Axe (Schwarze Axt) agiert meist unter der Oberfläche im Bereich des Drogen- und Menschenhandels. Sie befassen sich mit digitalen Betrugsmaschen wie „love scam“ (Vortäuschen einer Liebesbeziehung in betrügerischer Absicht). Durch ihr mafiaähnliches Netzwerk haben sie eine Macht in Europa, nicht zuletzt in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz.

Der Erste Kriminalhauptkommissar a.D. Manfred Paulus schätzt, dass im Rahmen der Flüchtlingsströme mindestens zehn bis zwanzigtausend Mädchen und Frauen (vermutlich viel mehr) nach Deutschland geschleust und als Sexsklavinnen arbeiten müssen. Weiterhin schätzt er, dass die nigerianische Mafia auf den deutschen Sexmärkten Jahr für Jahr Einnahmen von 400 bis 800 Millionen Euro erwirtschaftet. Wobei Einnahmen aus anderen kriminellen Geschäften noch hinzukämen. Die Geldwäsche im großen Stil zum Beispie: Dabei würden unter anderem gebrauchte Pkw aufgekauft, von Rotterdam nach Nigeria verschifft und dort gewinnbringend verkauft.

Juju-Priester, die mit den Menschenhändlern zusammenarbeiten, nehmen den jungen Frauen vor deren Abreise einen Schwur ab, dass sie ihren neuen Arbeitgebern in Europa gehorsam sind. Oft wissen die Frauen nicht, dass sie in der Prostitution landen, sondern glauben, sie würden als Kindermädchen arbeiten oder Ähnliches. Man nimmt ihnen Haare ab und bewahrt sie in einem Schrein auf. Über diese Körperteile, sagt der Juju-Zauber, habe man jederzeit Zugriff auf die Person, sogar über die Kontinente hinweg. Wenn sie nicht gehorsam seien, drohe den Mädchen, Frauen und ihren Familien der Tod.

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