Die ehemalige Co-Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat in einem langen Interview mit der Zeit Bilanz zu ihrer Amtszeit gezogen und dabei Reue gezeigt – allerdings nicht für ihre Aussagen. „Für mich persönlich hat das ganze Jahr überhaupt nichts gebracht. Ich bin für viele Medien und die Partei verbrannt“, so die 26-Jährige zu den vergangenen Monaten.
Mehrfach sorgte Nietzard während ihrer Zeit als Co-Vorsitzende der Grünen Jugend für Empörung. Im Mai veröffentlichte sie zum Beispiel auf der Plattform Instagram ein Foto, auf dem sie einen Pullover mit dem Schriftzug „ACAB“, kurz für „All Cops Are Bastards“, trug, woraufhin sich die grüne Parteiführung von ihr distanzierte.
Sie bereut sehr, sich ab und zu zurückgehalten zu haben oder Post gelöscht zu haben, wenn sie zu große öffentliche Wut ausgelöst hatten: „Das fuckt mich krass ab, weil ich das nicht löschen wollte. Ich hätte all die Sachen stehen lassen sollen, weil das meine Überzeugungen sind“, so Nietzard bei der Zeit. Etwa den Post an Silvester, wo die 26-Jährige schrieb, dass Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, zumindest keine Frauen mehr schlagen können, finde sie Stand heute „lustig und völlig in Ordnung“.
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