Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeichnen ein alarmierendes Bild von der sozialen Lage in Ostdeutschland, wie die Berliner Zeitung zuerst berichtete. Die Armutsgefährdung ist in den ostdeutschen Ländern einschließlich Berlin auf dem höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre.
Die Quote lag 2025 demnach bei 17,3 Prozent, davor waren es 16,9 Prozent. Im Osten sind 2,76 Millionen Menschen von Armut bedroht. Auch im Westen stieg die Armutsgefährdung von 15,1 auf 15,8 Prozent – blieb aber klar unter dem Ost-Wert. Die Zahlen beruhen auf Daten des Mikrozensus.
Das Statistische Bundesamt definiert Armut als relative Einkommensarmut: Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen, mittleren Einkommens in Deutschland hat. 2024 lag die monatliche Armutsgrenze für eine alleinlebende Person bei 1.300 Euro netto, für ein Paar mit zwei Kindern bei 2.890 Euro.
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