Nach Vorstoß von Albig: Warum eine Zusammenarbeit von SPD und AfD politisch Sinn ergeben würde

vor etwa 2 Monaten

Nach Vorstoß von Albig: Warum eine Zusammenarbeit von SPD und AfD politisch Sinn ergeben würde
Bildquelle: Apollo News

Der frühere SPD-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung für eine Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit der AfD starkgemacht. Die SPD solle die Brandmauer endlich überwinden und sich auf Minderheitsregierungen einlassen, die von der AfD toleriert würden. Albig schlug zudem eine pragmatische Zusammenarbeit mit der AfD in einzelnen Themen vor (Apollo News berichtete).

Auch wenn die Parteispitze erwartbar empört reagierte, ist der Gedanke einer Zusammenarbeit zwischen SPD und AfD politisch weniger abwegig, als er auf den ersten Blick erscheinen mag. In mancher Hinsicht läge eine solche Konstellation sogar näher als eine Minderheitsregierung unter Führung der CDU – und sie könnte der SPD tatsächlich neues Leben einhauchen.

Auf ein historisches Vorbild verwies Albig selbst: die Sozialdemokraten in Dänemark. Während rechte Parteien in vielen europäischen Ländern stark zulegen und traditionelle Volksparteien unter Druck setzen, sind sie in Dänemark nach wie vor eher marginalisiert. Die Sozialdemokraten bleiben dort die stärkste politische Kraft. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass sie, anders als viele andere sozialdemokratische Parteien in Westeuropa, nicht primär auf linke Identitätspolitik setzen, sondern seit Jahren einen restriktiven Kurs in der Migrationspolitik verfolgen.

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