Im Verfahren um den gewaltsamen Tod des 16-jährigen Thomas Perotto im französischen Crépol haben Untersuchungsrichter einen möglichen rassistischen Beweggrund als strafverschärfenden Umstand aufgenommen. Dies gab das Gericht nach Informationen der französischen Zeitung Le Figaro am Donnerstag bekannt. Von der Einordnung betroffen sind alle 14 Beschuldigten, gegen die in dem Verfahren ermittelt wird.
Thomas Perotto war in der Nacht vom 18. auf den 19. November 2023 nach einer Veranstaltung in Crépol im Département Drôme durch einen Messerstich tödlich verletzt worden. Wie genau sich die Auseinandersetzung ereignete und wer Thomas den tödlichen Stich versetzte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Zeugen berichteten später, mehrere Männer hätten während der Auseinandersetzung feindselige und gegen Weiße gerichtete Äußerungen gemacht. Unter anderem soll dabei die Parole „Wir sind hier, um Weiße abzustechen“ gefallen sein. Die Tatverdächtigen sollen überwiegend einen Migrationshintergrund haben und aus Nordafrika stammen. Der Einordnung der Tat als womöglich rassistisch motiviert liegt eine Neubewertung dieser Zeugenaussagen zugrunde, die zuvor nicht hinreichend berücksichtigt worden waren.
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