Nach Messerangriff: Linke Szene geht gegen rechte Gewalt „in die Offensive“ und droht: „Wir kriegen euch alle“

vor 25 Tagen

Nach Messerangriff: Linke Szene geht gegen rechte Gewalt „in die Offensive“ und droht: „Wir kriegen euch alle“
Bildquelle: Apollo News

Nach einem Messerangriff auf einen 23-Jährigen ist die linke Szene in Göttingen am Samstagabend erneut in großer Zahl gegen vermeintliche rechte Gewalt auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 1.100 Menschen an dem Aufzug durch die Göttinger Innenstadt, die Veranstalter sprachen von etwa 1.500 Teilnehmern. Begleitet wurde die Demonstration von Pyrotechnik sowie von zum Teil gewaltverherrlichenden Transparenten und Parolen. Größere Zwischenfälle registrierte die Polizei nach eigenen Angaben nicht.

Zu der Demonstration hatten mehrere linksradikale und linksextreme Gruppen, namentlich die Interventionistische Linke (IL), Ende Gelände, der SDS und die Studis gegen Rechts, unter dem Motto „Niemals alleine – Antifa in die Offensive!“ aufgerufen. In ihrem bundesweiten Demonstrationsaufruf erklärten die Initiatoren: „Wir wollen unsere Wut, Angst und Trauer auf die Straße tragen und füreinander da sein. Alleine halten wir es nicht mehr aus. Wir können die Verhältnisse und die Eskalation, die zu dem Angriff, den wir nicht verhindern konnten, geführt haben, nicht hinnehmen.“ Weiter heißt es: „Am Samstag (…) holen wir uns gemeinsam die Stadt zurück.“ Die Organisatoren baten die Teilnehmer zugleich, auf National-, Regional-, Organisations- und Parteifahnen zu verzichten.

Auslöser der Proteste war ein Messerangriff vom vergangenen Wochenende. Der Vorfall ereignete sich im Nachgang des Göttinger CSD in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Ostviertel der südniedersächsischen Universitätsstadt. Dabei wurde ein 23-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden wird der 17-jährige Tatverdächtige mutmaßlich dem rechten Spektrum, das Opfer dem linken Spektrum zugerechnet. Ein politisches Tatmotiv ist Gegenstand der Ermittlungen.

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