Angst essen Sendung auf. Es sind die altbekannten Themen, mit denen Markus Lanz am Dienstag seine rund 13.000 Euro Stundenlohn einfährt. Es gäbe so viele Probleme, die die Deutschen beschäftigen, doch Angst zieht bekanntlich am besten. So geht es auch heute vornehmlich um die Kriege dieser Welt. Dazu noch Friedrich Merz. Und Bärbel Bas. Die Angst könnte kaum größer sein.
Mit einer Schalte aus Kiew wird der Zuschauer eingestimmt. ARD-Korrespondentin Susanne Peterson berichtet von den jüngsten Bombeneinschlägen, die auch ein ARD-Büro zerstörten. Die russische Rakete soll ein Vergeltungsschlag für den Angriff der Ukraine auf eine russische Schule gewesen sein. Wobei wichtig ist, dass ihren Ausführungen zufolge nur die Taten der Russen stets und immer eindeutig feststehen, die Taten der Ukraine jedoch niemals. Denn Peterson berichtet in altbekannter Manier: Russland hat getan, die Ukraine soll stets angeblich getan haben. Man könne das Ganze ja auch gar nicht überprüfen, sagt sie, denn „Russland lässt keine Journalisten zu, in diesen Gebieten sowieso nicht“. Dass Russland just an diesem Tag ein gutes Dutzend Journalisten durch eben die zerbombte Bildungseinrichtung führte, um die Schäden zu zeigen, erfährt der Lanz-Zuschauer nicht.
Peterson stimmt mit ein. Die Oreschnik sei vor allem „eine Nachricht an den Westen“, sagt sie. Russland drohe unablässig, und man müsse für alles Böse gewappnet sein, was da noch kommen werde. Sie selbst trägt jedenfalls „auch im Schlafanzug meinen Reisepass“, damit sie jederzeit abhauen kann.
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