Die Brandmauer fällt nicht. Merz kratzt nur ein wenig am Putz. Ginge es nicht um das Leben und um die Unversehrtheit der Menschen in diesem Land, die täglich, stündlich, zu jeder Zeit Opfer eines Terroranschlages werden könnten, wie jetzt in Aschaffenburg, zuvor in Magdeburg, davor in Solingen, könnte man sich zurücklehnen mit einem Kaffee und sich angeödet oder angeekelt, zynisch, je nach naturell und Stimmungslage, die Politikspielchen auf der Ebene von Schülervertretungen im Bundestag anschauen.
Doch die Spielchen der Politiker bedeuten für die Bürger blutiger Ernst, in immer höherer Frequenz, mit steigenden Opferzahlen. Dabei nehmen wir nur noch die tödlichen, in aller Öffentlichkeit verübten Anschläge wahr. Nicht die täglich stattfindenden Nötigungen und Vergewaltigungen, Messerangriffe, nicht die Drangsal, nicht die Angst, die Kinder erleiden müssen, die in Klassen oder Schulen gehen mit einem erhöhten Anteil von Migranten aus Ländern, in denen der Islam herrscht.
Einem dreizehnjährigen Jungen wurde auf einem Kieler Schulhof ins Herz gestochen, nachdem ihn Jugendliche zuvor bewusstlos geprügelt hatten. Bild berichtete: „Die Jugendlichen wurden von mehreren Polizisten begleitet, einige trugen Handschellen. Zwei Männer, der polizeibekannte Deutsch-Türke Baran K. (18) und der 18-jährige Deutsche T., schickte die Ermittlungsrichterin in U-Haft.…Gegen die am Abend freigelassenen restlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gab es zwar ebenfalls Haftbefehle wegen versuchten Totschlags: Aber weil sie so jung sind, sah die Richterin keine Haftgründe – denn sie werden nach Ansicht des Gerichts kaum flüchten.“ Währenddessen rangen die Ärzte in einer Not-Op um das Leben des dreizehnjährigen Opfers.
Am 15. Januar versteckte sich in Lebensangst in Berlin ein Schüler der Friedrich-Bergius-Schule im Getränkelager eines Edeka-Marktes. Zuvor hatte die Schulleitung verzweifelt die Polizei gerufen. Fast 120 Jugendliche bedrohten zunächst einen 15järhigen Jungen, dann jagten sie den 13-jährigen durch die Straßen, schlugen und traten ihn und schrien dabei: „Wir stechen dich ab!“. Er rettete sich in den Edeka Markt. Die Angestellten verriegelten die Türen, während der Mob vor dem Markt lauerte und einige aus dem Mob gegen die Türen hämmerte.
Wenig dringt von diesen Vorgängen in die Hochburgen des gutsituierten Spießbürgertums, des grünen juste milieus, noch weniger will man dort davon wissen. Wie in der Parabel „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch verschließt der rote und der grüne Biedermann und auch nicht wenige Biedermänner und Biederfrauen aus der Union vor dem Offensichtlichen, vor Landnahme, vor Herrschaftsausübung, vor dem Zerfall der inneren Sicherheit und von Recht und Gesetz die Augen, weil der Staat seine Hoheitsrechte aus ideologischen Gründen nicht durchsetzt. Zunehmend gewinnt man den Eindruck, dass die Einschätzung der Taten und ihre rechtliche Gewichtung davon abhängen, wer der Täter ist. Man fragt sich immer öfter, ob auch das Handeln des deutschen Staates sich rotherhamisiert. Bereits im November letzten Jahres hatten sich Lehrer an die Polizei gewandt, weil „verbale Beleidigungen und Bedrohungen von Lehrkräften durch SchülerInnen“ an der Bergius-Schule an der Tagesordnung seien und Gewalt unter Schülern zum Schulalltag gehört.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










