Der neue Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Thorsten Frei macht seinem Namen alle Unehre, denn Freiheit wird für Friedrich Merz und dessen Mandarine zum Fremdwort, mehr noch zum Feind. Frei, der immer mehr an eine Figur erinnert, die Molière nicht geschrieben hat, nämlich an Tartuffes treuen Hausdiener, fordert nichts Geringeres, als den Bürgern Sachsen-Anhalts die Demokratie, die sie sich erkämpft haben, zu nehmen.
Schon Friedrich Merz, einer der Hauptverantwortlichen für die Niederlage in der Sachsen-Anhalt-Wahl und Architekt des drohenden Wahldesasters der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, drohte dem Bundesland mittelbar mit der Anwendung des Bundeszwanges. Nun folgt Frei als Abteilungsleiter für die Unionsfraktion seinem Chef in jetzt unverblümter Rede.
Frei schimpft darüber, dass die Zahlen „grottenschlecht“ seien. Doch schuld daran, dass die Untertanen falsch wählen, ist nicht die einfache Tatsache, dass die CDU eine falsche Politik macht, sondern, „dass wir mit unserer Politik, unseren Inhalten und der Art und Weise, wie wir sie vertreten, nicht überzeugt haben“. Was sollen denn „unsere Politik“ und „unsere Inhalte“ sein? Rotgrün in Anthrazit? Aus Sicht von Frei sind die Bürger in Sachsen-Anhalt offenbar zu blöd für die Weisheiten des Welt-Denkers Thorsten Frei aus Donaueschingen.










