Die Bundesregierung hat im Jahr 2024 insgesamt 627.500 Euro an den Verein „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.“ gezahlt. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor (Drucksache 21/1952). Der Verein agitiert offen gegen NIUS, unterstellt „Desinformation“, beklagt „rechte Narrative“ – und geht sogar so weit, „demokratische Prozesse“ abzusprechen.
In dem auf der Webseite des Vereins veröffentlichten Beitrag „Kein*e Politiker*in sollte sich mit rechter Kampagnenschleuder gemein machen“ – verfasst von Geschäftsführerin Rebecca Weis – attackiert „Gesicht Zeigen!“ NIUS scharf. Wörtlich heißt es darin, „‚Nius‘ nährt Zweifel an demokratischen Prozessen und pfeift auf journalistische Sorgfalt oder Recherche. Es verbreitet mit Kampagnen, Desinformation, Verdrehungen und erfundenen Zitaten rechte Narrative.“
Weiter wird in dem Beitrag behauptet, NIUS habe sich „an der Diffamierungs-Kampagne gegen die SPD-Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht Frauke Brosius-Gersdorf beteiligt“ und arbeite nicht nach „journalistischen Standards“. Die Autorin der Kampagne zieht sogar Vergleiche zu vermeintlichen Autokraten: „Wer Medien kaufen und redaktionell steuern kann, hat die Macht. Wir haben es bei Berlusconi, bei Trump, bei Orban gesehen.“
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