Immerhin: Auch die Mainstream-Medien sind sich inzwischen weitgehend einig, dass Friedrich Merz (CDU) mit seiner Aufgabe als Kanzler überfordert ist. An einen Kanzlertausch noch vor der Sommerpause glauben sie indes nicht so recht, wie der Presseschau des Deutschlandfunks (DLF) zu entnehmen ist. Aber: „Nach den Ost-Wahlen werden die Karten neu gemischt – bis hin zur Merz-Auswechslung!“
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg fasst zusammen: „Zu erkennen, dass Merz mit seiner Aufgabe überfordert ist, fällt nicht schwer. Doch mitten in der schwierigsten Reformphase den Kanzler auswechseln zu wollen, hieße, die schwarz-rote Koalition zu sprengen und Neuwahlen zu provozieren. Das würde beim gesamtdeutschen Aufwind für die AfD bedeuten, die Situation vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern auf den Bundesmaßstab zu übertragen. Nach den Ost-Wahlen dürften indes alle Karten neu gemischt werden – bis hin zur Merz-Auswechslung.“
Ähnlich sieht es die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg: „Doch ein Kanzlersturz jetzt? Wäre ohne Neuwahl kaum möglich, aus der aktuell fast sicher die AfD als stärkste Kraft hervorginge. Die Frage wäre dann, ob die Union überhaupt noch einen Kanzler stellen und eine Regierung führen könnte. Im Herbst nach den Landtagswahlen im Osten mag die Lage für Merz tatsächlich bedrohlich werden.“
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