Der Korruptionsskandal rund um Spaniens sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und seine Regierung hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Behörden durchsuchten am frühen Mittwochmorgen die Parteizentrale der Sozialisten (PSOE) im Zentrum Madrids. Der PSOE wird vorgeworfen, eine kriminelle Organisation finanziert zu haben, um die laufenden Ermittlungen gegen die Partei, die Regierung und Familienmitglieder des Ministerpräsidenten massiv zu behindern, wie El Mundo berichtet.
Anlass für die Durchsuchung war ein gerichtlicher Beschluss, der die Partei zur Herausgabe von Unterlagen aufforderte. Grundlage der Ermittlungen sind Polizeiberichte, heimlich aufgenommene Gespräche und bei früheren Hausdurchsuchungen sichergestelltes Material. Im Rampenlicht steht diesmal die Partei selbst.
Der leitende Richter Santiago Pedraz hält in seinem Beschluss fest, dass die kriminelle Organisation in den Räumen der Parteizentrale gearbeitet hat. Parteimitglieder sollen Verwaltungsaufgaben erledigt haben, zudem sollen Flug- und Hotelkosten von der Partei bezahlt worden sein.
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