Nachdem sich Lebensrechtler Mitte September in Berlin, Köln und Zürich versammelten, findet mit dem österreichischen Marsch fürs Leben in Wien die letzte große Lebensrechtsdemonstration dieses Jahres im deutschsprachigen Raum statt.
Am 4. Oktober werden unter dem Motto „L(i)eben von Anfang an“ mehrere Tausend Teilnehmer erwartet: „Wir freuen uns auf einen gemeinsamen friedlichen Marsch fürs Leben. Gemeinsam mit tausenden Lebensschützern werden wir für das Leben, für den Schutz von Kindern, Müttern und Eltern, für Hilfe und Alternativen und für ein Österreich ohne Abtreibung einstehen. Jeder Mensch verdient Schutz, denn er hat eine unantastbare Würde, die in Momenten der Schwäche oder Stille nicht abnimmt“, so Felicitas Trachta, Vorsitzende des Marschs fürs Leben.
Angesichts der Auflösung des Lebensrechts in vielen Ländern Europas sowohl am Lebensanfang als auch in Form von Euthanasie und assistiertem Suizid am Lebensende wächst die Lebensrechtsbewegung kontinuierlich – und verjüngt sich sichtlich. Das ist folgerichtig, sind es doch jüngere Generationen, die mit einer zunehmend entsolidarisierten Gesellschaft konfrontiert sind, und sich damit auseinandersetzen müssen, wie sie die Gesellschaft in Zukunft zu gestalten gedenken.
Gerade in Wien ist der jährliche Marsch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geprägt, die das immer noch von Medien gern kolportierte Bild „ewiggestriger“ Abtreibungsgegner Lügen strafen – mit bunten Luftballons und farbenfrohem, friedlichem Protest.
Immer selbstbewusster zeigt sich so eine zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich nicht nur gegen ein voreingenommenes Medienecho und bewusst verfälschende und gezielt unvorteilhafte „Berichterstattung“ zur Wehr setzen muss, sondern sich gewaltbereiten Gegendemonstranten gegenübersieht, die nicht genug Toleranz aufbringen, um den Ansichten der Lebensrechtler Raum in der Öffentlichkeit und der öffentlichen Wahrnehmung zuzubilligen.
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