Mario Voigt hat offenbar nicht nur einen sonderbar formulierten Gastbeitrag in der Welt (Apollo News berichtete) mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und einem Textgenerator wie ChatGPT verfassen lassen. Auch weitere Texte und Reden des Thüringer Ministerpräsidenten weisen typische Merkmale eines mit KI erzeugten Textes auf – selbst seine Rede zum Holocaust-Gedenktag 2025, berichtet die Plattform „Frag den Staat“. Insgesamt soll es um ein gutes Dutzend Reden und Artikel gehen.
Auf Anfrage von „Frag den Staat“ bestritt die Thüringer Staatskanzlei den Vorwurf nicht. KI-Systeme würden „unterstützend bei der Erstellung von Reden, Texten und Beiträgen eingesetzt“, erklärte eine Sprecherin. Ähnlich hatte sich Voigts Regierungszentrale auch schon geäußert, nachdem die Nutzung von KI in dem Welt-Gastbeitrag aufgeflogen war.
„Auschwitz war nicht das Werk eines erfundenen Ungeheuers. Es war das Werk von Menschen, die dachten, dass ihr Handeln im Einklang mit einem höheren Ziel stehe“, ist eine der KI-typischen Gegenüberstellungen in der Rede zum Holocaust-Gedenktag. Über die Überlebenden sagte Voigt: „Ihre Augen waren leer und zugleich unendlich tief“ – ein Sprachbild, das sich nicht unmittelbar erschließt.
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