Der CSU-Vize und EVP-Fraktionschef Manfred Weber fordert eine inhaltliche Neuausrichtung seiner eigenen Partei. Zugleich stellt er sich im Interview mit Zeitungen der Funke Mediengruppe hinter den amtierenden Bundeskanzler Friedrich Merz; eine Personaldiskussion in der Regierung lehnt der CSU-Vize ab.
Das schwache Abschneiden der CSU bei den jüngsten Kommunalwahlen in Bayern sei ein klares Signal, so Weber: „Die Wähler haben uns gezeigt, dass wir mehr tun müssen“, resümiert der CSU-Politiker. „Wenn es uns nicht gelingt, eine Perspektive für morgen aufzubauen, werden wir Schwierigkeiten haben, den Populismus zu stoppen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir brauchen den Mut, nicht den Umfragewerten zu folgen, sondern dem Herzen. Die Menschen wollen spüren, dass die Volksparteien für etwas brennen“, so Weber mit Blick auf den Höhenflug der AfD und den Niedergang der Volksparteien.
Die Wahlen 2028 und 2029, also zum bayerischen Landtag, zum Bundestag und zum Europaparlament, bezeichnete Weber als „wichtige Wahlen für unsere Demokratie und für die CSU als Volkspartei“. Die Botschaft dahinter sei unmissverständlich: „Wir oder die Radikalen – darauf müssen wir uns jetzt programmatisch vorbereiten“, so Webers Vorsatz.
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