In den Räumen des Budapester Stadtgerichts fällt am 4. Februar 2026 ein Urteil, das aus deutscher Sicht kaum zu begreifen ist: Der 25-jährige non-binäre Simeon „Maja“ T. aus Jena, eine Figur, die in der deutschen Antifa-Szene längst zum Symbol des Widerstands avanciert ist, wird zu acht Jahren Haft verurteilt. Der Richter sprach von versuchter lebensgefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Vorwürfe beziehen sich auf koordinierte Gewaltangriffe im Februar 2023 in Budapest, als T. und andere Linksextremisten vermeintlich Rechtsextreme brutal zusammenschlugen. Wer jedoch deutsche Medien und Politik konsumierte, dürfte gar nicht verstehen, warum.
Denn in den Monaten vor dem Urteil wurde Maja T. in Deutschland zu einer Art unschuldigem politischen Gefangenen stilisiert, einem Märtyrer der Linken, dem Solidarität aus Politik, Journalismus und Prominenz zuteilwurde. Politiker wie Martina Renner und Martin Schirdewan von der Linken besuchten T. nicht nur im ungarischen Gefängnis, sondern sprachen von einer „autoritär inszenierten Justizfarce“ und bezeichneten den Hungerstreik als „existenziellen Akt des Widerstands“.
Verteidigt auch heute noch Taten im Namen des sogenannten „Antifaschismus“: Simeon „Maja“ T.
Die Linke im Bundestag reihte sich ein, mit Slogans wie „Free Maja“ und Solidaritätsvideos, die T. als Symbol des Widerstands gegen den ungarischen Premier Viktor Orbán feierten. Selbst nach dem Urteil hielt die Unterstützung an: Die Linksfraktion im Europaparlament verklärte Maja T. als „non-binary anti-fascist“, deren Antifaschismus keine Straftat sei, sondern eine „demokratische Pflicht“. Unter dem Posting hieß es: „Siamo tutti Maja T.“. Teil dieser Fraktion: die italienische Linkspolitikerin Ilaria Salis, die ungarische Behörden bis heute verdächtigen, an denselben lebensgefährlichen Attacken in Budapest im Februar 2023 beteiligt gewesen zu sein. Salis, zunächst inhaftiert, genießt nun durch ihre Wahl ins EU-Parlament diplomatische Immunität.
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