Wie immer beginnt Sandra Maischberger ihre Sendung mit ihren Kommentatoren. Und wie immer sind es dieselben: der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner, die Leiterin des Parlamentsbüros der Rheinischen Post Kerstin Münstermann und – zur Abwechslung – der Journalist und Podcaster Tilo Jung. Tilo Jung ist für sein Podcast-Format „Jung & Naiv“ bekannt, in dem er seine Gäste gerne ungefragt duzt – wie auch bei Maischberger. Er selbst bezeichnet sich als naiven, uninformierten und unpolitischen Videojournalist.
Darauf sollte aber niemand hereinfallen. In der Vergangenheit zeigte er immer häufiger seine politische Agenda. Besorgniserregend ist insbesondere seine „Meinungslosigkeit“ zum Nahostkonflikt. Kritisiert – allerdings zu wenig – wurde er, nachdem er einen Vertreter der Hamas in seine Sendung einlud und andere antizionistische Aktivisten. Der ach so ahnungslose und naive Jung zeigt sich äußerst verständnisvoll für ihre Hassreden und teilt die Ansicht der Besatzung der Palästinenser durch Israel. „Belanglos“, wie er sich selbst bezeichnet, ist das alles nicht.
Dieser rote Faden zieht sich durch die Sendung. Das macht ja auch alles Sinn. Lesen Sie selbst: „Und wenn man Faschisten als Imperialisten begreift, dann macht das alles total Sinn. Die regeln gerade die Welt unter sich auf. Das ist so, wie damals die Aldi-Brüder sich zwar zerstritten haben und unterschiedliche Interessen hatten, aber immerhin haben sie es noch geschafft, Deutschland in Aldi Süd und Aldi Nord aufzuteilen.“ Jaja, wer erinnert sich nicht an die faschistischen Albrecht-Brüder? Der verwirrte Jung bekommt immerhin ein wenig Gegenwind. Münstermann warnt ihren Tischnachbarn, den Begriff nicht leichtfertig zu verwenden, und Maischberger versucht ebenfalls, Jungs unbeherrschten Ausbruch zu besänftigen. Der infantile Jung reagiert mit trotziger Überheblichkeit und schnürt weiter Verbindungen zwischen Trump und Hitlers Machtergreifung.
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