Erfurt steht Anfang Juli vor einem der größten Polizeieinsätze der jüngeren Landesgeschichte. Anlass ist der AfD-Bundesparteitag, der am 4. und 5. Juli in der Messe Erfurt stattfinden soll. Nach internen Polizeipapieren, über die die Welt berichtet, gehen die Sicherheitsbehörden inzwischen von einem massiven Protestgeschehen aus. Erwartet werden demnach mehr als 50.000 Gegendemonstranten. Unter ihnen sollen sich bis zu 2500 gewaltbereite Linksextremisten befinden. Die Linksextremen möchten Hausdächer besetzen, diese „militant verteidigen und auch von diesen Angriffe ausführen“.
In den Unterlagen ist laut Welt von Personen der Kategorie „Rot“ die Rede. Diese Einstufung betrifft demnach Personen, die aufgrund früherer Erkenntnisse dem extremistischen Spektrum zugerechnet werden. Ein solches Mobilisierungspotenzial habe es in Deutschland zuletzt bei internationalen Großereignissen wie dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007, dem NATO-Gipfel in Straßburg 2009 und dem G20-Gipfel in Hamburg 2017 gegeben.
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) appellierte in einer Sondersitzung des Landtags an die Teilnehmer der angemeldeten Proteste. Er sagte: „Alle, die von ihrem Grundrecht auf Protest Gebrauch machen wollen, sollten das unbedingt friedlich tun.“
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