Donald Trump führt in den Vereinigten Staaten gerade vor, wie Siegen geht. Die wichtigste Zutat: sich über die eigene Stärke freuen.
Die Deutschen haben keinen Trump, dafür hatten sie bis vorgestern eine Ampel. Von ihr können sie lernen, sich an der eigenen Schwäche zu ergötzen. FDP-Chef Christian Lindner trat am Donnerstag, in seinen letzten Stunden als Finanzminister, vor die Medien, gemeinsam mit der FDP-Spitze. Die Minister hatten ihr ernstes Gesicht aufgesetzt. Lindner sah aus, als habe er vor der Pressekonferenz rasch an einer rohen Zwiebel geschnüffelt.
Lindner wurde gefragt, was sein erster Gedanke nach dem Aufwachen gewesen sei. Er bat um Verständnis dafür, dass auch er sich in einer „Lage“ befinde, „und ähm...“. Blick nach oben. Pause, die offenbar „um Worte ringen“ darstellte. „Und deshalb auch viele Gedanken habe.“ Ihn mache die Situation „tatsächlich betroffen“: „Ich habe mich hier in anderen getäuscht.“ Tiefes Einatmen, das mit Wohlwollen als Schniefen durchging.
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