Im zweiten Fernsehkanal Deutschlands, eines Landes, das bei der Weltpolitik nicht mal mehr in der zweiten Reihe sitzt, diskutieren eine Handvoll Dauerkarten-Gäste mal wieder die große Weltpolitik. Das allein macht klar, welchen Wert diese Talkshow hat.
Aber kommen wir unserer Chronistenpflicht trotzdem nach.
Sofern es Lanz später nicht dementiert, könnte es also sein, dass sich gestern Abend mal wieder Peter Neumann zum Weltgeschehen äußerte. Der Politologe war zwar erst vor zwei Wochen hier zu Gast, aber hach, es gibt ja so wenige kluge Gäste! Am 6. Januar hatte er Donald Trumps Grönland-Ambitionen noch als „Riesen-Drohkulisse“ bezeichnet. Denn das nächste politische Ziel der USA sei vielmehr Kuba.
Gut, das war nix. Aber jetzt, da sich die Lage in Grönland zuspitzt, könnte Neumann selbstverständlich wieder neue Erkenntnisse haben. Heute könnte der Professor des King’s College vermuten, dass Trump „seit diesem Erfolg in Venezuela, nach diesem relativ einfachen Erfolg, total ungehemmt ist und so eine Art Hybris verspürt und glaubt, es ginge alles“.
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