In Berlin übt sich mancher dieser Tage in etwas, was für manchen ungewohnt erscheinen mag – dem Hoffen auf Saskia Eskens Vernunft. Die Mahnung der Parteichefin an ihre eigenen Leute ist ein Lichtblick für manchen Unions-Anhänger – und ein Stoppschild für so manchen SPD-Politiker, der in der einen oder anderen Arbeitsgruppe schon ein Potpourri linker und sehr linker Forderungen platziert hatte. „Das ist jetzt eine Sammlung von sehr, sehr vielen Ideen und sehr, sehr vielen Wünschen. Aber man muss schon sehr deutlich sagen, unsere Mittel sind begrenzt.“
„Das sind Wunschvorstellungen“, äußerte sich auch Alexander Dobrindt zu den Papieren der 16 Arbeitsgruppen, die im Laufe der vergangenen Woche öffentlich geworden waren. Auch SPD-Co-Chef Lars Klingbeil legt schonmal die Axt an den Inhalt der AG-Papiere. Beim Blick auf die Ergebnisse der 16 Arbeitsgruppen müsse man fragen: „Ist das groß genug? Reicht das? Sind das die richtigen Schwerpunkte? Oder müssen wir noch ganz anders priorisieren?“
Er kündigte an: „Wir machen uns nicht nur Freunde, wenn wir die Arbeitsgruppen-Ergebnisse bewerten.“ Und Friedrich Merz erklärte am Wochenende: „Ich habe das Gefühl, dass bei manchen Arbeitsgruppen die Überschrift lautete: ,Wünsch-Dir-was.’“ Es werde jetzt die Aufgabe sein, das alles „auf das mögliche Maß zu reduzieren“, erklärte Merz weiter.
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