Die Namen der SPD-Vertreter im Kabinett stehen wohl fest. Am Montagvormittag sollen die designierten Minister der Sozialdemokraten offiziell präsentiert werden, doch bereits am Sonntag begannen, erste Personalentscheidungen der SPD medial durchzusickern.
Was bekannt war: Lars Klingbeil wird die SPD als Vizekanzler im Kabinett anführen und das Finanzministerium besetzen. Dem SPD-Chef kommt damit eine mächtige Rolle zu. Klar war auch, dass Boris Pistorius im Bendlerblock verbleibt – der allgemein beliebte Verteidigungsminister galt von Anfang an als gesetzt. Ebenso hatte sich abgezeichnet, dass die ehemalige Bundestagspräsidentin Bärbel Bas das Ministerium für Arbeit und Soziales übernehmen wird.
Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der SPD-Politiker Carsten Schneider wohl Umweltminister werden. Schneider war von 2017 bis 2021 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion und während der Ampel-Legislatur Ostbeauftragter der Bundesregierung. Er wird dem eher pragmatischen, innerparteilich rechten Seeheimer-Flügel der SPD zugerechnet. Mit der Umstrukturierung der Ressorts fällt der Bereich Klimapolitik erneut ins Umweltministerium – und wird zum politischen Hebel für Schneider werden.
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