China soll seine Berechnungen für die „CO2-Emissionsintensität“ geändert haben. Das Ergebnis: Auf dem Papier werden die Zahlen drastisch gesenkt, und pro Jahr werden plötzlich Emissionen in Höhe des deutschen Jahresausstoßes eingespart. Das geht aus einem Beitrag von Lauri Myllyvirta, der führenden Wissenschaftlerin beim finnischen Thinktank Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA), im Magazin Carbon Brief hervor.
Durch die mutmaßlich geänderte Berechnungsmethode stieg der CO2-Ausstoß in den Jahren 2020 bis 2025 nur um sieben Prozent statt um 14 Prozent, wie aufgrund vorheriger offizieller Statistiken der chinesischen Regierung zu erwarten gewesen wäre. Jährlich werden dadurch rund 700 Millionen Tonnen CO2 eingespart, was dem jährlichen Ausstoß Deutschlands entspricht.
Die „CO2-Emissionsintensität“ wird definiert als CO2-Menge pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts. Diese Kennzahl sinkt, wenn weniger CO2 ausgestoßen oder mehr Wirtschaftsleistung erbracht wird. Allerdings hat die chinesische Regierung nie offengelegt, wie genau die Intensität berechnet wird.
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