Schweden will die Strafmündigkeit für schwere Verbrechen, darunter Mord und schwere Brandanschläge, von 15 auf 13 Jahre herabsetzen. Damit reagiert die schwedische Regierung auf einen Anstieg tödlicher Bandenkriminalität kurdisch-libanesischer und somalischer Wurzeln. Weil Minderjährige unter 15 Jahren nicht strafrechtlich verfolgt werden können, rekrutierten kriminelle Netzwerke verstärkt Kinder für Schießereien, Anschläge, die Lieferung von Waffen und den Drogenhandel. Nach Polizeischätzungen waren 2024 rund 1.700 Minderjährige – auch Kinder – aktive Mitglieder krimineller Netzwerke.
Mit der geplanten Gesetzesänderung soll ein Schlupfloch geschlossen werden, das sich Banden zunutze machen. In der Folge können bereits 13/14-Jährige zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden. Da schwedische Banden ihre Aktivitäten zuletzt auf Dänemark, Norwegen und Finnland ausgeweitet haben, wird auch dort darüber diskutiert, ob dem schwedischen Beispiel gefolgt werden soll.
Allgemeine Gewaltkriminalität in Deutschland: Im Jahr 2023 wurden rund 104.233 Kinder unter 14 Jahren als tatverdächtig registriert. Das bedeutet einen Anstieg von 12 Prozent gegenüber 2022 und von 43 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Polizei ermittelte 12.377 tatverdächtige Kinder unter 14 im Bereich der Gewaltkriminalität für 2023.
2024 erreichte die Zahl der Kinder als tatverdächtige Gewalttäter mit 13.775 gar einen erneuten Höchststand. 2023 begingen Kinder unter 14 Jahren in Deutschland sogar 24 sogenannte „Straftaten gegen das Leben“ (Mord und Totschlag). TE hat am 11. November 2025 darüber berichtet.
Tötungsdelikte: Am 11. März 2023 etwa töteten zwei Mitschülerinnen im Alter von 12 und 13 Jahren die zwölfjährige Luise aus Freudenberg (Siegerland/NRW) offenbar geplant mit 74 Messerstichen. Tatort und Fundort der Getöteten waren bei Wildenberg unmittelbar im benachbarten Rheinland-Pfalz.
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