Keine Trendwende in Sicht: Wie Deutschland seinen Luftverkehr zerstört

vor etwa 2 Monaten

Keine Trendwende in Sicht: Wie Deutschland seinen Luftverkehr zerstört
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Die hohe Kostenbelastung in Deutschland schwächt den heimischen Luftverkehrsstandort zunehmend – mit messbaren Folgen: Flugkapazitäten werden abgezogen und die Ticketpreise steigen beziehungsweise bleiben hoch. Kaum ein anderes europäisches Land belastet den Luftverkehr so stark wie Deutschland.

Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Gesetzgeber. Allein im Jahr 2025 stiegen die staatlich verursachten Standortkosten nach Angaben des Branchenverbands BDL um mehr als eine Milliarde Euro auf rund 4,3 Milliarden Euro. Die Kosten setzen sich aus der Luftverkehrsteuer, den Luftsicherheitsgebühren und den Flugsicherungsgebühren zusammen – allesamt Posten, die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellt wurde, verdeutlicht das tatsächliche Ausmaß. Demnach sind die staatlich bedingten Standortkosten in Deutschland seit 2019 um rund 70 Prozent gestiegen. Im übrigen Europa lag der Anstieg dagegen bei 39 Prozent.

Den jüngsten Kostenschub brachte die Ampel-Koalition, die die Luftverkehrsteuer zum 1. Mai 2024 um 24 Prozent anhob. Der BDL rechnet vor, dass inzwischen (Stand: 2025) für einen typischen Mittelstreckenflug ab Frankfurt rund 4.800 Euro an staatlichen Abgaben anfallen. In Paris sind es etwa 3.400 Euro, in Istanbul lediglich rund 500 Euro. Es wird deutlich, welchen gravierenden Kostennachteil der deutsche Luftverkehrsstandort inzwischen aufweist.

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