In Bayern sind 2025 unter den antisemitischen Vorfällen mehr als doppelt so viele Fälle dem linken wie dem rechten Spektrum zugeordnet worden. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht von RIAS Bayern hervor. Demnach entfielen 102 Fälle auf die Kategorie „Links / Antiimperialistisch“, 48 Fälle dagegen auf „Rechtsextrem / rechtspopulistisch“.
Brisant ist das vor allem, weil RIAS zusätzlich die Kategorie „Antiisraelischer Aktivismus“ führt. Dort werden 300 weitere Fälle erfasst. Diese Kategorie taucht in der Statistik nicht als links oder islamisch kategorisiert auf, obwohl antiisraelischer Aktivismus politisch typischerweise eher in linken, antiimperialistischen oder muslimisch geprägten Milieus verankert ist. Selbst ohne diese 300 Fälle liegt der links/antiimperialistische Judenhass in Bayern mehr als doppelt so hoch wie der rechte.
(Quelle: RIAS Bayern)
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