Wasserstoffzüge gelten als der letzte Schrei der Technik. Dabei gibt es immer wieder Probleme im Betrieb. Jetzt hat es die „Heidekrautbahn“ in Brandenburg erwischt – kein Treibstoff mehr.
Wasserstoffantriebe gelten als klimafreundlicher, sauberer und leiser Ersatz für Diesel auf Nebenstrecken, die noch keine elektrische Oberleitung haben. Grüner Wasserstoff wird als klimafreundlichste Form angepriesen, da er praktisch aus „regenerativem“ Strom und Wasser erzeugt wird. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass Wasserstoff im Schienenverkehr zahlreiche Herausforderungen und hohe Kosten mit sich bringt, die seine Realisierbarkeit infrage stellen.
Wasserstoffzüge wandeln Wasserstoff in Brennstoffzellen in elektrische Energie um. Diese Methode ist relativ ineffizient, da der Wirkungsgrad der Wasserstoffproduktion, -speicherung, -transport und -umwandlung in den Brennstoffzellen bei etwa 30–40 Prozent liegt. Außerdem sind zu wenige Wasserstofftankstellen und fehlende Pipelines für den Transport die Hauptprobleme, ebenso wie die hohen Kosten der Elektrolyse (etwa 6 Euro pro Kilogramm). Die machen ihn derzeit weniger wettbewerbsfähig als herkömmliche fossile Brennstoffe, was die Umsetzung in großem Maßstab erschwert.
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