J.K. Rowling eroberte mit ihren Geschichten die Welt. Mit Harry Potter schuf sie ein literarisches Universum, das Generationen prägte und bis heute weltweit präsent ist, nicht zuletzt auch durch die sagenhaft erfolgreichen Verfilmungen. Nur wenige Autorinnen haben es geschafft, mit einem Werk über Jahrzehnte hinweg ebenso relevant wie erfolgreich zu bleiben.
Doch längst geht es nicht mehr nur um ihr literarisches Werk. Rowling ist zur umstrittenen Figur geworden. Seit Jahren bezieht sie öffentlich Stellung gegen die Transideologie und setzt sich für die Rechte von Frauen ein. Damit wurde sie zur Projektionsfläche massiver Angriffe. 2022 stand Rowling im Zentrum eines Shitstorms, im Zuge dessen sie als transfeindlich, gar faschistisch und rechtsextrem gebrandmarkt wurde. Ihre Aussagen, wonach biologische Männer keine Frauen sein können, sorgten für eine Empörungswelle und für massive Kritik, auch seitens der Harry-Potter-Schauspieler wie etwa Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine Granger) und Rupert Grint (Ron Weasley). Das machte sie in Teilen der Kulturbranche zur Persona non grata. Rowling jedoch zieht sich nicht zurück. Sie widersteht dem öffentlichen Druck, widerspricht offen, verteidigt ihre Positionen und nutzt ihre Reichweite in sozialen Medien konsequent weiter. Rowling bleibt unbeugsam.
Joanne K. Rowling wird am 31. Juli 1965 im südwestenglischen Yate nahe Bristol geboren. Ihre Eltern lernen sich als junge Erwachsene auf einer Zugfahrt kennen, heiraten früh und arbeiten beide in technischen Berufen. Rowling, die sich selbst als „Bücherwurm“ bezeichnet, beginnt früh zu schreiben. Als Kind erfindet sie kurze Texte und kleine Buchreihen, die sie selbst illustriert.
J.K. Rowling am Bahnsteig des Bahnhofs King’s Cross in London im Jahr 1999. Sie war die erste Person, die allein durch das Schreiben von Büchern zur US-Dollar-Milliardärin wurde.
Die Familie zieht mehrfach um, zunächst in Vororte von Bristol, später ins ländlichere Tutshill nahe der walisischen Grenze. Die häufigen Schulwechsel fallen ihr zunehmend schwer. In diese Zeit fällt auch der Tod ihrer Großmutter Kathleen. Für Rowling ein früher Verlust, der später auch die Wahl ihres Autorinnennamens beeinflusst.
Mit elf Jahren findet Rowling an der Wyedean Comprehensive School Anschluss. Sie freundet sich mit Sean Harris an, mit dem sie regelmäßig Geschichten austauscht. Zum ersten Mal spricht sie offen darüber, Schriftstellerin werden zu wollen.
Mit 15 erlebt Rowling erneut einen großen Einschnitt: Bei ihrer Mutter wird Multiple Sklerose diagnostiziert. Die unheilbare Krankheit der Mutter begleitet die Familie über Jahre. Schwierige Lebensphasen gehören früh zu Rowlings Biografie und werden später zu wiederkehrenden Motiven in ihrem Lebenswerk Harry Potter.
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