Bei Temperaturen von knapp 40 Grad Celsius haben am Samstagnachmittag mehrere hundert Menschen in Berlin-Mitte am sogenannten Aschura-Marsch teilgenommen. Die als islamistisch eingestufte Versammlung sorgt im Nachgang für scharfe Kritik. Der Verein „Jüdisches Forum“ dokumentierte Szenen, die eine Instrumentalisierung von Minderjährigen zeigen: Kinder hielten einander an Seilen gefesselt und mussten in der Hitze mitmarschieren, während erwachsene Teilnehmer Fahnen der Türkei, des Iran, des Libanon sowie des IS schwangen und islamistischen Terrorführern huldigten.
Der Verein schrieb dazu: „Gefesselt und verkleidet wurden sie für ein islamistisches Schauspiel in Szene gesetzt. Zugleich bekannten sich Teilnehmer zu Ikonen des islamischen Terrorismus des iranischen Regimes wie Ali Khamenei und Hassan Nasrallah. Aschura wird insbesondere durch die Führung des iranischen Regimes seit Jahrzehnten politisch instrumentalisiert.“ Das Aschura-Fest ist der höchste Feiertag im schiitischen Islam.
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